Meine Flugblätter 2001/02

 

Nach Ablauf der Bewährungsfrist wandte ich mich umgehend an die Öffentlichkeit. Zunächst verteilte ich Flugblätter, später veröffentlichte ich in meiner ersten Website www.pro-religionsfreiheit.de, die ich später durch die internationale Site www.pro-liberal.com ersetzte. Zeitweise bot ich außerdem noch einen Faxabrufdienst an. Ich gebe jetzt nun die von mir verteilten Flugblätter im Wortlaut wieder, Namen und andere Identifizierungsmerkmale habe ich dabei aus denen Ihnen bekannten Gründen durch "....." ersetzt.

 

Das erste Flugblatt

.... .... hinterzog Steuern
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt ....!
In verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften erschienen Leserbriefe kirchenkritischen Inhalts mit der Absenderangabe des ... ..., zur Zeit wohnhaft in ... . Der Herr Botschafter des Staates Israel erhielt ein Schreiben, in dem die Judenverfolgungen im Dritten Reich geleugnet wurden. Die Briefe wurden mit einer Schreibmaschine des Typs Quelle Privileg und das Briefpapier mittels eines Computers und eines Fotokopierers erstellt:
Die Bochumer Staatsanwaltschaft weigerte sich, gegen den der Tat dringend verdächtigen .... .... zu ermitteln, obgleich sie gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre.
... ... bestreitet bis heute die Täterschaft. Statt dessen beschuldigte er mich, Urheber der Briefe gewesen zu sein, weil ich ihn wegen Steuerhinterziehung angezeigt hatte.
Die Beschuldigungen ... ... entpuppten sich jedoch schon rasch als unbewiesene Behauptungen. Die Untersuchungen des NRW Landeskriminalamtes bestätigten diese Tatsachen eindeutig.
Der Gedanke, daß einflußreiche kirchliche Kreise Druck auf die Justizbehörden ausübt hätten, um das schwerwiegende Fehlverhalten eines Pfarrers zu vertuschen, wäre mit Sicherheit vollkommen absurd.
Allerdings stellt sich auch die Frage, weshalb ... ... seine Kirchengemeinde ... aufgegeben hat, die er sicherlich nur ungern verließ, wei er sich dort viele Jahre lang sehr wohl fühlte. ... ... ging bestimmt nicht deshalb, weil er mit seiner jetzigen Frau ............
Verantwortungsbewußte Christen sollten sich überlegen, ob sie noch länger Mitglieder einer Kirche bleiben können, die einen Pfarrer wie ...... in ihren Reihen duldet.
gez. Joachim Koßmann Tel. 02323 10382 im Mai 2000

Das obige Flugblatt verteilte ich in der neuen Heimatgemeinde des evangelischen Pfarrers in einer Auflage von etwa 200 Exemplaren.
Wie ich später erfuhr, reagierte der betroffene Pfarrer darauf wie folgt: Er versuchte zunächst einmal die von mir verteilten Flugblätter einzusammeln. Dann konsultierte er seinen Rechtsanwalt, wie er weiter vorgehen sollte. Erst dann - warum nicht sofort? - erstattete er Anzeige bei der Polizei gegen mich in der Hoffnung, daß jene die weitere Verteilung der Flugblätter stoppen mögen. Des weiteren veröffentlichte der Pfarrer in seiner Lokalzeitung einen Artikel, in dem er mich öffentlich der Verleumdung beschuldigt hatte.
Wenige Tage später meldete sich eine Mitarbeiterin der Kirchengemeinde bei mir. Wir trafen uns zu einem Gespräch. Ich überzeugte die Dame vom absoluten Wahrheitsgehalt meiner Veröffentlichungen.

Mein zweites Flugblatt setzte sich mit der Affaire um den Bruder des evangelischen Pfarrers auseinander:


Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt ...!
Das Jugendamt der Stadt ... erhielt zwei anonyme Briefe, in denen Herr ... beschuldigt wurde, Kinder sexuell mißbraucht zu haben. Herr ... ist der ............ .
Kurze Zeit später bekam der .... Kinderschutzbund einen in verstellter Kinderschrift abgefaßten und mit auffälligen orthographischen Fehlern behafteten Brief mit der Unterschrift "Michael". Dieser Michael bezichtete Herrn .... in dem ...... seinen kleinen Bruder sexuell mißbraucht zu haben.
Offenbar wurde jener Brief absichtlich so verfaßt, damit er leicht als Fälschung erkennbar ist, und das Ermittlungsverfahren gegen Herrn ... wieder eingestellt wird.
Es kann schließlich im ... nicht allzu viele kleine Jungen geben, die einen großen Bruder Namens "Michael" haben Diese wenigen Einzelfälle hätte man durch einfache Handschriftenvergleiche in den Schulheften leicht prüfen können. In Wiorklichkeit gab es sogar kein einziges Kind, welches in Frage gekommen wäre.
Das Jugendamt stellte daraufhin die Ermittlungen gegen Herrn ... tatsächlich ein - mit Sicherheit zu voreilig, denn jetzt konnte der Sachverhalt nicht mehr aufgeklärt werden.
Dabei ist es aber klar, daß ich oder eine andere fremde Person kein Interesse daran haben könnte, Herrn ... zunächst zu beschuldigen, um ihn anschließend wieder zu rehabilitieren. Zwar ist mir von pädophilen Neigungen Herrn ... nichts bekannt, aber wer so etwas tut, erzählt das ja auch nicht überall herum.
Herr ... bestreitet die Täterschaft bis heute. Statt dessen beschuldigte er mich, Urheber der Briefe gewesen zu sein, weil ich ihn wegen Steuerhinterziehung angezeigt hatte. Um den Tatverdacht gegen mich zu schüren, wurde mir die Schreibmaschine, mit der die Briefe an das Jugendamt geschrieben wurden, unterschoben. Allerdings mußte Herr ... selbst zugeben, daß er in den Besitz meines Wohnungsschlüssels gekommen war.
Da der Staat die Persönlichkeitsrechte des Herrn ... mehr schützt als das Wohl Ihrer Kinder, kann ich an dieser Stelle leider nicht konkreter werden.
Im Interesse der Sicherheit Ihrer Kinder sollten Sie in jedem Fall sehr wachsam sein!
gez. Joachim Koßmann, Tel. 02323 10382 im Mai 2000

Obiges Flugblatt verteilte ich nicht, denn der Bruder des evangelischen Pfarrers handelte sofort und ließ mir die Verteilung via einstweiliger Verfügung verbieten (5C 289 / 00 AG Herne). Mir ging es in diesem Flugblatt nur darum darzustellen, daß ich nicht der Täter gewesen sein konnte. Doch die Behörden interessierte das weniger, wenn ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, dann gilt das eben - ob es nun stimmt oder nicht.
Jedoch hat sich bei meinen späteren Ermittlungen der Tatverdacht wegen sexuellen Kindesmißbrauches gegen den Bruder des evangelischen Pfarrers nicht erhärtet. Aber auch hier bleibt die notwendige Kritik an der leichtfertigen Ermittlungsarbeit des Jugenamtes, denn was wäre, wenn...?

In der früheren Heimatgemeinde des evangelischen Pfarrers verteilte ich dann etwa drei Wochen später das dritte Flugblatt:


Der ... ... hinterzog Steuern!
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt ...!
In verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften erschienen Leserbriefe kirchenkritischen Inhalts unter der Absenderangabe des früheren ... ..., der seit ... als ... in ... tätig ist. Der Herr Botschafter des Staates Israel erhielt ein Schreiben, in dem die Judenverfolgungen im Dritten Reich geleugnet wurden.
Die Bochumer Staatsanwaltschaft weigerte sich, gegen den der Tat dringend verdächtigen ... ... zu ermitteln, obgleich sie gesetzlich dazu verpflichtet gewesen wäre.
... ... bestreitet bis heute die Täterschaft. Statt dessen beschuldigte er mich, Urheber dieser Briefe gewesen zu sein, weil ich ihn wegen Steuerhinterziehung angezeigt hatte. Die Untersuchungen des NRW - Landeskriminalamtes erwiesen jedoch schon rasch meine Unschuld.
Der Gedanke, daß einflußreiche kirchliche Kreise Druck auf die Justizbehörden ausgeübt hätten, um das schwerwiegende Fehlverhalten eines Pfarrers zu vertuschen, wäre mit Sicherheit absurd.
.... ... sagte bereits bei einem Zivilprozeß im ... die Unwahrheit, wenige Monate später verließ er die ... Gemeinde - es gibt da bestimmt keinen Zusammenhang!
Jedenfalls sollten sich verantwortungsvolle Christen überlegen, ob sie noch länger Mitglied einer Kirche bleiben wollen, die einen Pfarrer wie ... ... in ihren Reihen duldet!
Joachim Koßmann,
weitere Infos unter www.pro-religionfreiheit.de
 

Kurze Zeit verteilte ich das vierte Flugblatt in der Fußgängerzone der kleineren Stadt im Landkreis Mettmann, wo der große Bruder des evangelischen Pfarrers arbeitete. Etwa eine Stunde erschien eine Polizeistreife und hinderte mich rechtswidrig an der weiteren Verteilung des Flugblattes. Allerdings hatte sich die Polizei später dafür bei mir wegen meiner entsprechende Beschwerde entschuldigt.

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt ...,

ein Mitbürger Ihrer Stadt versucht auf dem Wege der einstweiligen Verfügung die Aufklärung eines Falles von sexuellen Kindesmißbrauchs zu verhindern.

Über den Fortgang dieser Angelegenheit können Sie sich informieren...