Das Wesen und Unwesen der Rechtsanwälte

In jeder Berufsgruppe gibt es schwarze Schafe - mehr oder weniger viele. Dennoch ist eine pauschale Kritik statthaft, da selbst die seriösesten Rechtsanwälte den Sachzwängen ihres Berufes unterliegen. Die Zivilcourage ist allgemein in unserer Gesellschaft unterentwickelt, allerdings muß man auf der anderen Seite aber auch einräumen, daß die heutige Lage auf dem Arbeitsmarkt immer mehr Mitmenschen zu angepaßten Untertanen erzieht. Kaum jemand kann es sich noch leisten aufzubegehren und dabei auch berufliche Nachteile in Kauf zu nehmen.

Ein Rechtsanwalt wird in der Regel von seinem Klienten bezahlt, daher sollte er auch dessen Interessen vertreten. Andererseits muß der Rechtsanwalt aber auch noch womöglich viele Jahre lang einvernehmlich mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften zusammenarbeiten und will es sich daher mit jenen nicht verderben. Zwischen dem Interessen seines Mandanten und dem guten Verhältnis zu den Behörden hat der Rechtsanwalt nach einem Kompromiß zu suchen. In den meisten Fällen wird das wohl auch gelingen.

Jedoch sieht in den Fällen von politischer Verfolgung die Situation anders aus. "Das ist politisch, an so was gehe ich nicht ´ran", sagte mir einmal ein Rechtsanwalt aus Dortmund. Aber solche Fälle werden oft auch gerne von den Behörden vertuscht, da ihr Bekanntwerden dem Ansehen unseres vermeintlichen demokratischen Rechtsstaates schaden könnte. Es ist ein Armutszeugnis für unseren Staat zu glauben, auf politische Verfolgung nicht verzichten zu können.

Rechtsanwälte provozieren gerne unnötige Prozesse, um um ein Mehrfaches erhöhte Gebühren kassieren zu können. Der Stundenlohn eines Prozesses, den ein Rechtsanwalt manchmal nur untätig miterlebt, erreicht oft 10.000 €. Das ist leicht verdientes Geld - zu leicht verdientes Geld!

Die Werbung für Rechtsschutzversicherungen will uns immer einreden, ein guter Rechtsanwalt wäre hilfreich, Ihnen zu Ihrem Recht zu verhelfen. Glauben Sie das lieber nicht, ob Sie vor Gericht Ihr gutes Recht bekommen, ist Glücksache, denn zu guter Letzt entscheidet eben doch nur die Willkür der Jusitz.

Homepage