Meinungsfreiheit... oder, weshalb ich anonyme Zuschriften zulasse

Sehr geehrte Damen und Herren,
Am 24 Juni 2009 erhielt ich eine E Mail von einem Herrn aus Bayern, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Seine vollständige Postanschrift und sein Name sind mir bekannt.


 

Sehr geehrter Herr Kossmann,

 was sich auf Ihrem Blog abspielt, das ist selbstredend unterste Schublade von anonymen kriminellen, korrupten Behördenmitgliedern und Politgangstern, die sich gegenseitig aus niedrigsten Beweggründen der Bereicherung den Hintern auslecken.

Ich würde jeden sperren, der anonym irgend welchen unbegründeten nicht beweisbaren Unsinn schreibt.

Wenn nämlich nur noch mit überprüften Namen und Adressen Beiträge mit dem Namen und Ort veröffentlicht werden könnten, würde sich die Spreu vom Weizen von selbst trennen.

Ich hatte nahezu vor einen Schriftverkehr mit Betrügern und speziel mit einem Rechtsanwalt , die auch hier in CH vorgehen wie zu Kriegszeiten in Ihrer Webseite zu veröffentlichen.

Jedoch mit anonymen Verbrechern hier zu diskutieren ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Deswegen werden sich denkende, aufrichtige und ehrliche Bürger sicher nicht zum Wort melden.

 Schade, denn Sie machen sich vergebens Mühe das Volk aufzuklären. Das dumme Volk hat schon immer seinen eigenen Untergang und den der Unbeteiligten selbst in die Hand genommen. Die Geschichte hat es immer weder gezeigt.

 

Grüsse Willy ...


 

DAZU MEINE ANTWORT:

Von: joachim koßmann [mailto:j_kossmann@hotmail.com]
Gesendet: Freitag, 26. Juni 2009 08:09
An:...
Betreff: RE: lauter anonyme Leserschaft wie zur Nazizeit

 

 

Sehr geehrter Herr ...,
besten Dank für Ihre Zuschrift.
Selbstverständlich habe ich darüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist anonyme Zuschriften zuzulassen, zumal es auch möglich ist ohne Mehrkosten moderierte Gästebücher anzulegen.
Jedoch habe ich bereits vor Jahren - die ersten Sites richtete ich bereits 2000 ein  - die Erfahrung machen müssen, dass sich die Leute dann entweder überhaupt nicht mehr oder nur noch in sehr beschöningender Weise äußern, offensichtlich aus Furcht vor privaten, beruflichen oder politischen Repressalien.
Ich will jedoch, dass  jeder frei und ehrlich seine Meinung äußern kann ohne Furcht vor Nachteilen haben zu müssen. In diesem Lande ist das im Regelfall nicht möglich.
Leisten kann man sich das allenfalls dann, wenn man sehr viel Geld und Einfluß hat (wer hat das schon?) oder überhaupt nichts mehr zu verlieren hat (Hartz IV). Die Meinungsfreiheit existiert nur auf dem Papier! "Denkende, aufrichtige Bürger", wie Sie es nennen, gehören in den allermeisten Fällen nicht zu den genannten Personenkreis. 
Zuschriften, die presse- oder strafrechtlichen Vorschriften widersprechen, werden von mir selbstverständlich gelöscht. Es gehen auch regelmäßig absichtlich derartig verfaßte  Zuschriften ein, weil sich deren Verfasser erhoffen auf diese Weise die Einstellung meiner Websites erreichen können, da ich für den Inhalt der Zuschriften  rechtlich mitverantwortlich bin.
Sie haben jedoch den von mir geschilderten Sachverhalt treffend analysiert. Das zeigt mir, dass die Botschaft grundsätzlich verstanden wird.
Mit besten Grüßen, Joachim Koßmann

 


DER HERR AUS BAYERN ANTWORTETE MIR:

AW: lauter anonyme Leserschaft wie zur Nazizeit‏

Von: Offline
Gesendet: Freitag, 26. Juni 2009 13:43:34
An: 'joachim koßmann' (j_kossmann@hotmail.com)

Sehr geehrter Hr. Kossmann,

 

ahnlich wie Sie es beschreiben, geht es zu und her hier in den Schweizer Blogs und Foren. Zu 90% sind Arbeitslose, Wichtigtuer mit einem IQ unter 40% und andere Gehirnamputierte Spezies, sowie von Firmen, Parteien beauftragte Mitglieder die bewusst das Gegenteil behaupten in all diesen Webseiten zu Gange. Was daraus entsteht auch in grossen Foren wie Hausbau, Schweizer TV, Tagesanzeiger, usw. , da besuch ich lieber mal einen Kindergarten um zu erkennen, wieviele hier schon die Genen zu einer solchen Spezie geerbt haben.

 

Zusammengefasst, da trifft sich einfach der Abschaum des Volkes, das nichts gescheiteres zu tun hat. Ich habe auch versucht kurz meine stichhaltigen Erfahrungen mit den kriminellen Zeitgenossen, Behörden, Firmen aufzuzeigen. 19 von 20 Antworten sind von geistig hochgradig Minderbemittelten, die man eigentlich verwahren müsste, da sie eine Gefahr schlimmer als das Schweinegrippevirus für die verbleibende Menschheit darstellen.

 

Ob damit die von Korruption und Justiz- und Behördenwillkür betroffenen Bürger angesprochen fühlen ,bezweifle ich sehr. Das hat doch mit Freiheit und Ehrlichkeit nichts zu tun, anonym andere zu beleidigen und irgendwelchen Kack von sich zu geben, damit der Platz gefüllt wird.

 

Wenn ich mit überprüftem Namen und Wohnort eine beleg- und beweisbare Tatsache öffentlich beschreibe und zur Diskussion stelle, dann muss ich keine Furcht vor irgendwelchen Nachteilen haben. Nein im Gegenteil, da melden sich dann sicher andere Betroffene jedoch in der Minderzahl und daraus könnte mit der Zeit eine Gruppierung oder sogar Organisation entstehen.

 

Ich hatte vor noch nicht langer Zeit mit dem Ansinnen der unter www.c9c.info (org) seit über 10 Jahren operierenden Organisation beizutreten. Nachdem ich da verschlüsselt Daten übermittelt hatte, erhielt ich eines Sonntagmorgens ein Tel.anruf. Namen hatte ich nicht verstanden. Er erklärte mit vieles mit dem Zugang mit Passwörtern usw. und ich gab ihm (fahrlässig) viele persönliche Daten preis u.a. wollte er mich auch zu einem anderen Internetanbieter betr. Sicherheit überreden (verkaufen). Am Ende des Gesprächs fragte ich ihn nochmals nach seinem Namen und den hat er sodann verweigert. Er könne dies hier am Tel. aus Sicherheitsgründen nicht sagen. Sogar meine Frau hat mich richtig „zusammen geschissen“, das ich einem wildfremden anonymen alles mitgeteilt hatte.

Quitessenz auch in dieser Organisation, welche früher unter www.swissjustice.net/ operierte, bis diese gesperrt wurde, wird alles anonym gesteuert. Deswegen ist auch denen trotz langjähriger Operation und Anklage gegen die Justizverbrechen kein sichtbarer Erfolg beschieden. Es wird von 1000 Mitgliedern geredet. Wenn dies auch stimmt, dann ist die Organisation immer noch 50-100-fach zu klein um etwas bewirken zu können.

 

Der absolut einzige Bürger in der Schweiz der Erfolg für Seinen Verein verbuchen kann ist Erwin Kessler Präsident und Alleinvorstandsmitglied des VGT (Verein gegen Tierfabriken)Er hat dank seiner verm. Mitgliederanzahl von 50'000 x FR. 100.- schon x-fach erreicht, dass die Schweiz wegen Verletzung der EMRK verurteilt wurde und somit höchstrichterliche Entscheide revidiert werden mussten. Er hat vor kurzem eine 20-Seitige farbige Mitteilung mit all den Schweinereien der Justiz jedem schweizerischen Haushalt zugestellt. Ich nehme an darauf ist die Mitgliederanzahl noch gestiegen. N.B. ich hatte auch mal einbezahlt, jedoch nachdem er mir nicht geantwortet hatte, bliebs bei dem einen Mal. Als Mensch können Ihn die wenigsten ausstehen, jedoch mit seiner Unverfrorenheit gegenüber der Justiz und allen die Ihn kritisieren hat absoluten Erfolg und lebt davon noch sehr gut (ca. 1 Mill. Bleibt übrig).

 

Dies vielleicht ein paar Gedankeanstösse sicher für einen Journalisten mehr oder weniger bekannt, jedoch nur der Erfolg zählt.

 

Grüsse und Erfolg Willy ...




MEINE MEINUNG:

Der folgende Satz von dem Herrn aus Bayern sollte uns zum Nachdenken anregen:

"Wenn ich mit überprüftem Namen und Wohnort eine beleg- und beweisbare Tatsache öffentlich beschreibe und zur Diskussion stelle, dann muss ich keine Furcht vor irgendwelchen Nachteilen haben."

Ja, der Herr hat recht, so sollte es sein, aber leider sieht es in der Realität anders aus. Das Internet bietet heute praktisch jedermann problemlos die Möglichkeit sich der Weltöffentlichkeit vorzustellen. Doch was bezweckt man damit, und welches Image will man über sich vermitteln? Darf - oder will - man überhaupt ehrlich sein?

Ilse Aigner (CSU) "Die unbekümmerte Preisgabe persönlicher Daten im Netz kann zum Stolperstein für die berufliche Karriere werden." Wie wahr - wenn ich einen "normalen" Beruf hätte, vielleicht gar im öffentlichen Dienst, könnte ich meine Karriere vergessen...

Aber es kann auch anders kommen. Wer von seinem sozialen Engagement berichtet, ehrenamtliche Tätigkeiten für Vereine oder sog. soziale Organisationen kann damit Pluspunkte für sich verbuchen. Manch ein User wendet sich schon an Profis, um an einem für sich positiven Image im Internet basteln zu lassen.

In Zukunft wird man also im Internet nur noch liebe und nette Gutmenschen antreffen können, denn Ehrlichkeit ist in unserem Staat und unserer Gesellschaft nicht gefragt und manchmal sogar unerwünscht.

Da ist es mir persönlich doch sehr viel lieber, die Leute bleiben anonym und sind dafür ehrlich...

Das Ergebnis dessen entspricht natürlich nicht unbedingt dem Idyll, das unser Staat im Allgemeinen der Menschheit vorgaukelt. Da outet sich ein Pfarrer als Nazi, ein Rechtsanwalt kritisiert die Justiz und sogar aus Kirchenkreisen kamen einige selbstkritische Stimmen...

Joachim Koßmann